Infos und Geschichten rund um Yoga

Eine der schönsten Erläuterungen stammt von Swami Vishnu-devananda, einem ganz großer Lehrmeister des Hatha-Yogas.

 

 

„Yoga, die älteste Wissenschaft vom Leben lehrt, wie Sie Stress kontrollieren können – nicht nur körperlich, sondern auch auf geistig-seelischer Ebene. Man kann den menschlichen Körper mit einem Auto vergleichen. Fünf Dinge sind es, die jeder Wagen braucht, um reibungslos zu laufen – sei es nun ein Rolls-Royce oder ein altes, rostiges Vehikel: Schmierung, Kühlung, Elektrizität, Treibstoff und einen einfühlsamen Fahrzeuglenker. Im Yoga sind es Asanas oder Stellungen, die den Körper schmieren, sie halten Muskeln und Gelenke geschmeidig, kräftigen die inneren Organe und stärken den Kreislauf, ohne Müdigkeit zu verursachen. Gekühlt wird der Körper durch die vollständige Entspannung, während Pranayama; die Yoga-Atmung, das Prana; den energetischen Strom verstärkt. Treibstoff bezieht der Körper aus Nahrung, Wasser und Luft und die Meditation ist es, die den Geist beruhigt, den Lenker des Körpers“.

Quelle: Sivananda Yoga Zentrum – Yoga, erschienen im Verlag Mangalam Books.

 

Was bedeutet eigentlich Namasté?

Namasté ist in Indien, aber auch in einigen weiteren Ländern Asiens, eine unter Hindus allgegenwärtige Grußformel sowie Grußgeste (Mudra: „Geste“), die Ehrerbietung für einen anderen Menschen sowie für das Göttliche in einem Heiligtum ausdrückt.

 

 Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, dem Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: „Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.“

 

 Im Yoga ist Namaste aber noch viel mehr. Die Geste hilft uns im Yoga, unser Gleichgewicht zu finden. Wir beginnen und enden eine Lehrstunde mit der Geste, in der wir unsere Hände zum Gebet und Gruß „Namaste“ bringen. Sie reflektiert das Ziel des Yoga. Poetisch ausgedrückt bedeutet Namaste: Das Licht in mir ehrt das Licht in dir. Wenn wir das immer wieder praktizieren, wird es der Prüfstein, der uns erinnert, warum wir Yoga üben und was es uns bedeutet. Mit dieser Geste bringen wir die rechte und linke Seite des Körpers im Herzen zusammen.

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0