Die Atmung ist auf den Körper und die Seele ausgerichtet und nur sie kann beide zusammenbringen.
                                                                                                               (Thich Nhat Han)

Unser Atem ist ein kostbares Gut, es lohnt sich, ihn bewusst wahrzunehmen. Du kannst Dir Deinen Atem auch wie einen Spiegel vorstellen:  bei genauem Betrachten siehst Du genau, wie es Dir und Deinem Körper geht. Wenn Du aufgeregt bist, geht der Atem schneller, unregelmäßig. Geht es Dir gut und Du fühlst Dich ausgeglichen, fließt der Atem ruhig und gleichmäßig. Sind wir ängstlich, kann der Atem „stocken“, laufen wir z. B. zu schnell, bekommen wir keine Luft.

 

Schließe für einen Moment Deine Augen und nimm Deine Atmung wahr: sie ist immer da, wir atmen immer – und können noch dazu den Fluss der Atmung bewusst lenken – doch dies erfordert Training und immer wiederholtes Üben. Gerade im Yoga ist es wichtig, dem Atmen genügend Raum und Achtung während der Praxis zu schenken. Wenn wir geübt sind, trägt uns der Atem durch unsere Stunde, wir fließen von Asana zu Asana. Wenn wir unserem Atem Aufmerksamkeit schenken wird sich dies auch auf den Körper ausdehnen – wir nehmen Sauerstoff auf und stärken damit unseren Körper wie auch unseren Geist. Wir lassen Weite und Raum entstehen, so dass wir uns nicht einengen.