Bildmeditation

 

Durch Yoga und die Lehre des Buddhismus ist mein Leben unendlich reicher an schönen Momenten geworden. Beim Praktizieren dieser Lebensformen übe ich mich in Gelassenheit, Leichtigkeit, Lebendigkeit, Liebe und Würde allem Leben gegenüber. Dies hat auch einen veränderten Blick auf eine meiner Lieblingsbeschäftigungen bewirkt, der Fotografie. Zu Beginn war für mich das fertige Bild das Wichtigste, dieses sollte nach Möglichkeit „perfekt“ sein. Alles sollte stimmen: die Kameraeinstellung, die Positionierung des Objektes, der Zeitpunkt, das Licht etc. Jetzt, durch das bewusste Einlassen auf den Moment, ist das alles nicht mehr wichtig. Egal ob klassische Aufnahmen oder die experimentelle Fotografie, hier insbesondere „das Malen“ mit der Kamera, eröffnet sich ein unglaubliches Spektrum an Möglichkeiten zum Praktizieren der Achtsamkeit. Sich wahrnehmen, die Umgebung/das Objekt, sich ganz darauf einlassen, in aller Ruhe und Stille - und erst wenn das Gefühl da ist, ich bin in „meiner Mitte“, löse ich die Kamera aus. Somit wird das Fotografieren zur Achtsamkeitsmeditation, keine Eile, kein Suchen nach dem perfekten Motiv und losgelöst von dem Druck perfekt zu sei. UND es braucht auch keine (Be-)-wertung des Ergebnisses. Dankbar annehmen, was sich ergibt. Dadurch entsteht ein völlig anderer Umgang mit sich und der Welt. Es steht die Schönheit des Lebens im Vordergrund und die Vielfältigkeit des Seins.

 

Nimm Dir ein wenig Zeit und suche Dir Dein Lieblingsbild aus der Bildergalerie aus, betrachte es ganz genau, die Farben, Formen über Deine Augen, nimm alles wahr, tauche hinein in das Bild, werde ein Teil des Bildes und spüre Dich! Nach einer Weile, schließe die Augen und sehe das Bild mit geschlossenen Augen, die Farben, die Formen etc..